Reportage: Reinigung der Universität Basel mit Wetrok Granuline


24.10.2019

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Seit Sommer 2018 reinigt das Team der Rohr AG 34 Gebäude des Campus Petersplatz der Universität Basel mit Wetrok Granuline. Mit der Umstellung von Flüssigreinigern auf Granulat entfallen rund 90 Prozent des Transportvolumens. Wir durften das Reinigungsteam einen Tag lang bei der Campus-Reinigung begleiten und live miterleben, bei welchen Tätigkeiten die kleinen Granulat-Päckchen den Alltag leichter gestalten.  

«Geradeaus befinden sich die Schulzimmer und im linken Gebäude findet ihr das Neuroscience-Labor», weist ein Student vor der Psychologischen Fakultät in Basel gerade die Studienanfänger in ihre neue Umgebung ein. Die Neulinge wissen, dass die Universität Basel aufgrund ihrer Innovationsleistung in internationalen Rankings zu den 100 besten Hochschulen der Welt zählt. Was die Studierenden nicht wissen: Auch die Reinigung der Universität Basel erfolgt mit dem innovativsten Verfahren, das der Markt aktuell bietet: Reinigungsgranulat von Wetrok. Für die Reinigung ist die Firma Rohr AG zuständig. Die 34 zu reinigenden Gebäude im Cluster West/Ost des Campus Petersplatz werden von 35 Reinigungsmitarbeitenden sauber gehalten. Reinigungsteamleiter Ilir Gashi und Rohr-Regionalleiter Peter Härry nehmen uns mit auf die Reinigungstour und zeigen, wie die Reinigung mit Granulat funktioniert. Bereits im Lager verblüfft das Verfahren.

Kleine Kartonbox ersetzt 10-Liter-Kanister
Zielstrebig geht der Teamleiter auf das Lagerregal im Reinigungsraum zu. Er greift nach einer Kartonbox und entnimmt daraus ein kleines Beutelchen mit gelbem Farbstreifen. Im Beutel befinden sich Granulat-Körner. Nur 5 Gramm wiegt ein Beutel – die perfekte Dosierung für eine Anwendung. Er öffnet den Beutel entlang der Perforation und schüttet den Inhalt in eine Schaumflasche, die er zuvor bis zur Markierung mit Wasser gefüllt hat. Dosiersystem benötigt er keines. «Im Vergleich zu Flüssigreinigern sind Augen- oder Hautkontakt mit dem Granulat ausgeschlossen. Auch auslaufen kann es nicht. Da das Granulat lösungsmittelfrei ist, atmen wir zudem keine giftigen Dämpfe ein» klärt Ilir Gashi über die Vorteile für das Personal auf. Er verschliesst die Flasche und schüttelt sie kurz. Schaum entsteht.  Nun ist die Reinigungslösung bereit für den Einsatz. Später wird Ilir Gashi den entstandenen Reinigungsschaum auf ein Mikrofasertuch auftragen und damit Oberflächen von Schmutz befreien. Die Zeitvorgaben für die tägliche Reinigung seien ambitioniert, weshalb beim Material, der Vorbereitung und den Laufwegen maximale Effizienz gefragt sei, so Peter Härry. Für ihn sind es vor allem die enormen Zeit- und Krafteinsparungen beim Transport und im Lager, die die Wetrok Granuline auszeichnen. «Früher mussten unsere Einsatzleiter literweise schwere Kanister vom Hauptsitz in die einzelnen Objektlager transportieren und einsortieren, welche dann wiederum von den Reinigungsmitarbeitenden bei Gebrauch nochmals weiter verteilt wurden. Mit der Wetrok Granuline geht das viel einfacher: Für die gleiche Anwendungsmenge tragen und transportieren meine Mitarbeitenden nun anstelle eines 10-Liter-Kanisters nur noch eine kleine Kartonbox mit 25 enthaltenen Einzelportionen. Die Box wiegt übrigens kaum mehr als eine Tafel Schokolade», berichtet Peter Härry und fährt fort, «die Zeit, die meine Mitarbeitenden früher für die Logistik aufwenden mussten, können sie nun für die effektive Reinigung an der Front, unser Kernbusiness, einsetzen». Im Granulat liegt viel Potenzial: Bei einer Umstellung von Flüssigreinigern auf Granulat reduzieren sich die Lager- und Transportkosten um bis zu 75 Prozent.

Einzeln abgepackte Beutel verunmöglichen Überdosierungen
Während Teamleiter Gashi den Reinigungswagen mit den Schaumflaschen und Mikrofasertüchern bestückt, macht er auf einen weiteren Vorteil aufmerksam: «Herkömmliche Flüssigreiniger werden im Alltag häufig überdosiert. Nicht so die Wetrok Granuline: Im Beutel ist bereits die richtige Menge für exakt eine Anwendung drin. So sparen wir dank dem Granulat jeden Tag Kosten für wegfallende Überdosierungen ein». Dass die Granuline nicht nur einen einzelnen Faktor, sondern den gesamten Reinigungsprozess revolutioniert, hat dem Verfahren auch die Fachwelt attestiert: 2017 wurde die Wetrok Granuline mit dem Purus Innovation Award ausgezeichnet.

Magnet als Vorbild führte zum Patent
Im Kern funktioniert die Wetrok Granuline wie ein Magnet: Spezielle Moleküle in der Granulat-Lösung ziehen Schmutzpartikel an und verschliessen diese sicher in der Reinigungslösung. Das Verfahren nennt sich elektrosterische Stabilisierung. Es ist einzigartig auf dem Markt, weshalb das innovative Verfahren sogar durch ein Patent geschützt ist. Doch wie kam Wetrok auf die Idee, Granulat in Einzelportionen für die Reinigung einzusetzen? «Ausschlaggebend war ein altbekanntes Kundenproblem: die Überdosierung», gibt Michel Brülisauer, Leiter der Business Unit Chemie bei der Wetrok, Auskunft. «Wir wollten ein Reinigungsprodukt entwickeln, bei welchem eine Überdosierung nahezu ausgeschlossen ist. Relativ rasch haben wir erkannt:  Die dargereichte Form und die Menge sind die zwei entscheidenden Punkte. Sind diese gegeben, entfällt die kritische manuelle Dosierungshandlung», erklärt der studierte Chemiker.  Die Wetrok Forschungsabteilung hat so lange getüftelt und ausprobiert, bis die perfekte Form gefunden war:  Granulat – abgepackt in der richtigen Dosis für eine einzelne Anwendung. Es sei nicht ganz einfach gewesen, eine Lösung zu finden, die maximal konzentriert ist, zugleich aber auch 100 Prozent genau dosiert werden kann. «Hochkonzentrate sind grundsätzlich etwas Sinnvolles. Da jedoch falsch dosierte Hochkonzentrate mehr Chemie verbrauchen als einsparen, und damit bares Geld vernichten, war die Kombination aus Granulat und Dosierlösung ein Muss», erklärt der Wetrok Chemiechef. Im Jahr 2017 war es dann soweit: Wetrok brachte die ersten drei Granulat-Produkte auf den Markt: den Oberflächenreiniger Granusurf, den Sanitärreiniger Granusan und den Bodenreiniger Granufloor.

Vom Granulat zur reinigungsstarken Schaumlösung
Rund 13’000 Studierende benützen die Toiletten der Universität Basel täglich. Da ist die tägliche Sanitärreinigung Pflicht. Vor den Toilettenräumen übergibt Teamleiter Ilir Gashi den vorbereiteten Reinigungswagen an seine Mitarbeiterin Daunia Khayat. Sie greift nach der Schaumflasche und trägt den Schaum in Form eines Kreuzes auf ein Mikrofasertuch auf. Der Schaum verteilt sich gleichmässig über die Oberfläche, als sie damit beginnt, das Waschbecken feucht abzuwischen. Der grosse Vorteil der Schaummethode: Es gibt keine Sprühpartikel in der Luft, es muss kein Wassereimer mitgeführt werden, und das Auswringen von Tüchern entfällt. Die gesamte Unterhaltreinigung in den Toiletteneinrichtungen kann die Reinigungsmitarbeiterin mit einem Produkt bewältigen: Granusan. Das Reinigungsresultat überzeugt: Die Studierenden können nun wieder strahlend saubere Waschbecken benutzen.

Granulat-Power für verschmierte Pulte
Es ist kurz nach sieben – das Gebäude hat sich geleert. Nun stehen die Schulzimmer auf dem Reinigungsplan. Diese sind während des Tages meist bis auf den hintersten Platz besetzt – und verlangen am Abend entsprechend nach einer Reinigung. Dafür setzt Daunia Khayat das Granulat-Produkt Granusurf ein. Anders als bei der Sanitärreinigung benutzt die Firma Rohr dafür keine Schaum-, sondern eine Sprühflasche. Auch diese enthält eine Reinigungslösung aus Wasser und aufgelöstem Granulat. «In der Universität Basel bestehen viele Oberflächen aus Glas. Aus Gründen der Streifenfreiheit haben wir uns deshalb bei der Oberflächenreinigung für die Sprühflasche entschieden», erklärt Peter Härry. Daunia Khayat arbeitet sich Pultreihe um Pultreihe nach vorne. Dabei entfernt sie Kugelschreiberspuren, Cola-Flecken und Spuren von Handcrème. Dafür sprüht sie die Reinigungslösung auf ihr Mikrofasertuch auf – schon kann sie diese mit dem feuchten Tuch wegwischen. Zum Schluss ist das Rednerpult dran: Auch dort haben schweissige Hände und eine feuchte Aussprache ihre Spuren hinterlassen. Daunia Khayat entfernt diese mit einem Wisch. Rund 1’200 Mikrofasertücher benötigt das Reinigungsteam pro Woche, um die Gebäude der Universität Basel sauber zu halten.

Zehn Gehminuten entfernt erledigt Ilir Gashi dieselbe Arbeit in einem Gebäude mit Hörsaal. Auch dort kommt die kompakte Sprühflasche mit dem aufgelösten Granulat zum Einsatz.  «Auch in der Sprühflasche löse ich nur einen einzigen kleinen Beutel mit Granulat auf. Das Einzelportionssystem ist jedoch nicht nur in der operativen Reinigung praktisch, sondern auch bei der Kostenkalkulation. Ich kann jederzeit nachvollziehen, wie viele Beutel pro Objekt verbraucht werden und welche Kosten dafür entstehen», legt der Teamleiter einen weiteren Vorteil des Granulats dar und schliesst die Tür des gereinigten Hörsaals ab.

Granulat eignet sich auch zur Anwendung in der Scheuersaugmaschine
Es ist schon halb acht – nun folgt die letzte Reinigungsaufgabe für den heutigen Tag: die Bodenreinigung. Ilir Gashi demonstriert, dass Granulat sich auch hervorragend für die Reinigung mit der Scheuersaugmaschine eignet. Dafür füllt er einen Beutel Granufloor in den Tank. Dieser löst sich sofort im kalten Wasser auf und die Reinigungsmission kann starten. Bahn für Bahn verhilft er den hoch frequentierten Gängen zu erneuter Sauberkeit und einer wohlduftenden Lernumgebung.

Die Universität Basel ist das erste Objekt, das die Rohr AG mit der Wetrok Granuline gereinigt hat. Peter Härry und die Geschäftsleitung waren jedoch so begeistert von den durch das Granulat ermöglichten Einsparungen und Prozessoptimierungen, dass die Rohr AG ihre komplette Unterhaltsreinigung ab Dezember 2019 auf die Granulat-Linie umstellt. «Der wegfallende Transport- und Trageaufwand, die platzsparende Einlagerung und die beinahe selbsterklärende Anwendung haben uns überzeugt. Lager- und Transportkosten reduzieren sich um bis zu 75 Prozent. Dank der Granuline sparen wir Chemie-Prozesskosten ein und erhalten ein garantiert sauberes Reinigungsresultat. Das heisst, es fallen von der Beschaffung bis zur Entsorgung weniger Kosten an. Da kann kein noch so günstiger Flüssigreiniger mithalten», fasst Peter Härry zusammen. Die Ersten, die morgen früh in den Genuss dieses Reinigungsresultats kommen, sind die neuen Studierenden. Es wird sich zeigen, ob sie den Weg zum Neurosciene-Lab finden.

So einfach geht es mit dem Granulat:

 

  1. Wasser bis zur Markierung in Schaumflasche einfüllen
  2. Granulat-Beutel öffnen und Granulat einfüllen
  3. Schaumflasche verschliessen
  4. Schaumflasche schütteln
  5. entstandenen Schaum auf Mikrofasertuch auftragen
    → los geht’s!

 

«Die Anwendung des Granulats ist absolut simpel: Granulat ins Wasser leeren, Flasche verschliessen – schon hat man ein Produkt, mit dem man reinigen kann. Der grosse Vorteil: Die Leute kennen Einzelportionen bereits aus dem Lebensmittelbereich mit den Zuckersticks oder Kaffeekapseln. Das Prinzip 1 Beutel, 1 Anwendung ist daher beinahe selbsterklärend.»
Ilir Gashi, Teamleiter Reinigung bei der Rohr AG

 

Sie möchten mehr über die Anwendung der Wetrok Granuline erfahren?
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