2 Tipps für die Reinigung von Corona-Schutzscheiben


15.05.2021

In der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung (EPI) schützen rund 250 Acrylglasscheiben vor einer Übertragung des Coronavirus. Bei der Reinigung der Schutzscheiben gilt es, zwei gängige Fehler zu vermeiden. Wie die Mitarbeitenden auf dem EPI Areal diesen Fehler mit dem Wetrok Spezialreiniger Plexistar Pro verhindern, warum sich auf manchen Restauranttischen gar drei Trennwände befinden und was ein Alpaka mit den Schutzmassnahmen zu tun hat, erfahren Sie in dieser Reportage.

Hinweis: Ein Kurzinterview mit dem Bereichsleiter finden Sie weiter unten (anschliessend an den Bericht)

Auf einer Weide mit herrlichem Ausblick auf den Zürichsee grast ein Alpaka. Es befindet sich auf dem weitläufigen Areal der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung oberhalb des Bahnhofs Zürich Tiefenbrunnen. Bleibt ein Fussgänger stehen, hebt es kurz den Kopf, wägt die Gefahr ab und grast dann friedlich weiter. Ein Spucken gegenüber Menschen ist – entgegen der landläufigen Meinung – äusserst selten. Anders gestaltet sich dies beim Menschen: Er versprüht beim Sprechen oft (unbeabsichtigt) Aerosole. Da das Coronavirus mit Tröpfcheninfektion übertragen wird, kann es da schon genügen, wenn ein Infizierter eine feuchte Aussprache hat. Um der Infektionsgefahr beim zwischenmenschlichen Kontakt vorzubeugen, hat die Schweizerische Epilepsie-Stiftung – neben den allgemeinen Schutzmassnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln – auf dem ganzen Areal transparente Schutzscheiben im Einsatz.

20’000 Franken in Schutzscheiben investiert
Die Schweizerische Epilepsie-Stiftung wurde ursprünglich gegründet, um sich Menschen mit Epilepsie anzunehmen. Mittlerweile hat sich die Stiftung zu einem Mehrspartenunternehmen entwickelt. Dazu gehören das EPI WohnWerk, die EPI Spitalschule, die EPI Zentralen Dienste, die Oberstufenschule Lengg, die Schenkung Dapples und die Klinik Lengg AG. In diesen Betrieben setzen sich rund 950 Mitarbeitende für diese verschiedenen Aufgaben ein. Seite an Seite wohnen und arbeiten in den EPI-Betrieben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Bei so viel persönlichem Kontakt sind Schutzmassnahmen essenziell. Im Schalter-, Beratungs- und Dienstleistungsbereich sind, zusätzlich zu den allgemeinen Massnahmen, transparente Schutzscheiben im Einsatz. So zum Beispiel am Klinikempfang, in diversen Ärztebüros, im Restaurant, in der Apotheke, in der Liegenschaftsverwaltung und im Gärtnerei-Shop. Insgesamt sind es 250 Stück – die meisten davon befinden sich im Restaurationsbereich. Die Sicherheit für Mitarbeitende und Kunden steht in der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung an erster Stelle: «Um ein sicheres Kontaktumfeld zu gewährleisten, haben wir vergangenen Sommer rund 20’000 Franken in Acrylglasscheiben investiert», erzählt André Arndt, Leiter Logis bei der EPI. Eine Investition, die keinesfalls durch falsche Reinigungsmassnahmen zunichte gemacht werden darf. Deshalb setzt die Stiftung auf den Wetrok Spezialreiniger Plexistar Pro. Bereichsleiter André Arndt nimmt uns mit auf eine Tour durchs Areal und zeigt uns, wie vorbildlich sein Team die heikle Acrylglasreinigung durchführt.

Acrylglas erfordert sanften Spezialreiniger
Es ist 10 Uhr vormittags, als wir Empfangsmitarbeiterin Romy Thoma am Klinikempfang treffen. Sie hat heute bereits mehrere Dutzend Kundinnen und Kunden bedient. Die Schutzscheiben zeigen Griffspuren und kleine Verunreinigungen auf. Romy Thoma öffnet den Schreibtischschrank und zaubert eine Sprayflasche Plexistar Pro sowie ein Vliestuch hervor. Sie sprüht ein paar Spritzer der blauen Flüssigkeit auf das Tuch, und beseitigt dann diese Verunreinigungen mit wenigen Wischbewegungen rückstandslos von der Scheibe. Dies wird von den Empfangsmitarbeitern regelmässig durchgeführt. Bei der Reinigung von Acrylglas sieht man einen Fehler besonders häufig: Acrylglas soll nicht mit einem herkömmlichen Glasreiniger gereinigt werden. Glasreiniger können nämlich feine Spannungsrisse oder milchige Eintrübungen auf den empfindlichen Scheiben verursachen. An einem Empfang rein schon aus ästhetischen Gründen undenkbar – ist dieser doch die erste Anlaufstelle und Visitenkarte der Klinik. Deshalb werden auf dem Areal sämtliche Plexischeiben mit Plexistar Pro gereinigt. Der Spezialspray wurde von Wetrok eigens für die sensitive Acrylglasreinigung entwickelt und reinigt daher äusserst schonend. Auch der frische, klinische Duft ist ein Pluspunkt: Über die Nase wird das Vorhandensein eines hohen Hygienelevels und sicheren medizinischen Umfelds vermittelt.

Glatte Vliestücher für Acrylglas
Die nächste Station auf dem Rundgang führt uns ins altehrwürdige Gründungsgebäude mit schönstem Blick auf den Zürichsees. Darin befindet sich das Restaurant EPI Park mit zwei Wintergärten und einer grossen Terrasse. Auch die Seminarräume befinden sich unter dem gleichen Dach. Aufgrund der aktuellen Coronalage sind beide Bereiche von grossen Einschränkungen betroffen: Während der externe Seminarbetrieb momentan komplett eingestellt ist, darf das Restaurant EPI Park immerhin noch Take-away-Menüs anbieten sowie die Verpflegung der internen Betriebsmitarbeitenden aufrechterhalten. «Normalerweise bereitet unser Restaurantteam rund 400 Essen pro Tag zu – aktuell sind es aufgrund des eingeschränkten Betriebes rund 200 weniger», berichtet André Arndt. Für den Schutz der Mitarbeitenden wurden an jedem Restauranttisch höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen: So schützen an einem Vierertisch gleich drei Plexischeiben vor einer Tröpfcheninfektion: je eine Scheibe in der Tischmitte zum Gegenüber und eine durchgehende Scheibe in der Mitte zum Tischnachbar auf derselben Tischseite. Es ist mittlerweile 13 Uhr – eine Gruppe nach der anderen verlässt das Restaurant. Sobald ein Tisch leer ist, eilt Servicefachfrau Vera Sousa herbei, zückt den Plexistar Pro Spray und befreit die Plexischeiben von Saucenspritzern, Tröpfchen und Griffspuren. Das Resultat: Absolut streifenfrei, die Fettspuren sind verschwunden.

Doch nicht nur auf den Tischen befinden sich Schutzscheiben, sondern auch an der Essensausgabestation und an der Kasse. Dort reinigt Seminarleiter Alexander Buchner die Acrylglasscheiben momentan nach jedem Mittagsservice. Auch er hat immer eine Sprayflasche Plexistar Pro und ein Vliestuch griffbereit. Das glatte Vliestuch ist die erste Wahl für Acrylglas, weil es das empfindliche Material besonders schonend reinigt. Oft werden in der Gebäudereinigung Mikrofasertücher dafür eingesetzt – ein Fehler mit fatalen Folgen: Die feinen Fasern der Mikrofasertücher können Acrylglasscheiben verkratzen und damit eine trübe Sicht verursachen. Das weiss das Team der EPI und verwendet Mikrofaserprodukte dort, wo es sinnvoll ist – so zum Beispiel bei der Fensterreinigung.

Mikrofasertücher für Fenster
An sonnigen Tagen sieht man jeden Fleck auf den Glasflächen des Wintergartens. Dafür, dass es bald keine Griffspuren oder Staubreste mehr zu sehen gibt, sorgt das Reinigungsteam von Carmen Suarez (Stv. Leitung Reinigung). Sobald alle Mitarbeitenden nach der Mittagspause das Restaurant verlassen haben, beginnen sie und ihr Mitarbeiter André de Sousa mit der Reinigung der Fensterfront. Hier sind Materialien aus Mikrofasern – im Gegensatz zu den Plexischeiben – empfehlenswert, da sie viel Schmutz aufnehmen, für effizientes Arbeiten sorgen und die Glasflächen nicht beschädigen. André de Sousa verwendet für die Glasreinigung das Wetrok Fensterreinigungsset. Er wischt zuerst den Rahmen mit einem Mikrofasertuch nass ab, befestigt dann einen Mikrofaserüberzug auf dem Benetzungsgerät, befeuchtet diesen mit Reinigungslösung und beginnt mit dem Einwaschen der Scheiben von unten nach oben. Danach zieht er die Fläche mit dem Fensterreiniger (Gummilippe) von oben nach unten ab. Nach einem kurzen Nachtrocknen sieht man den Zürichsee durch die Scheiben wieder so klar, als stünde man direkt davor.

Vom Fachmitarbeiter über die Stv. Leitung Reinigung bis hin zum Bereichsleiter – sie alle tragen auf dem Areal der EPI tagtäglich dazu bei, ein sicheres und hygienisches Umfeld zu gewährleisten und Menschen mit Epilepsie ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen. Bei diesem vorbildlichen Einsatz bleibt zu hoffen, dass die Küchencrew in naher Zukunft wieder externe Besucher mit ihren Menükreationen begeistern darf, in den Seminarräumen bald wieder anregende Diskussionen stattfinden können und eine Begegnung eines Tages wieder “barrierefrei” erfolgen kann. Bis dahin wird das Alpaka auf der Weide aber wohl noch so einige Grashalme verzehren.


Kurzinterview:
4 Fragen an André Arndt, Leiter Logis bei der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung (EPI)

«Dank dem Spezialreiniger Plexistar Pro sehen unsere Schutzscheiben immer noch aus wie neu»

Herr Arndt, auf dem EPI Areal bewegen sich Personen, die zur Corona-Risikogruppe gehören – was heisst das für die Schutzvorkehrungen in Ihren Räumlichkeiten?
Das ist richtig. Bei uns gehen diverse Personengruppen ein und aus – viele gehören zur Corona-Risikogruppe. Unser Schutzkonzept beinhaltet deshalb höchste Sicherheitsvorkehrungen. Die vier wichtigsten Punkte: Abstandsregelung einhalten, regelmässiges Händewaschen bzw. Desinfektion von Händen und Tastpunkten, das Tragen von Masken, sowie regelmässige Hygieneschulungen.

Sie reinigen die Acrylglasscheiben mit dem Spezialreiniger Plexistar Pro – weshalb nicht mit einem Glasreiniger?
Das haben wir direkt nach der Anschaffung gemacht – ein Fehler. Glasreiniger können bei Plexischeiben langfristig zu Spannungsrissen und milchigen Eintrübungen führen. Rein schon aus finanziellen Gründen wollten wir unseren Scheiben dieses Schicksal ersparen. Zudem ist – gerade für unsere Klientel – die nonverbale, visuelle Kommunikation wichtig, weshalb eine langfristig klare Sicht durch die Scheiben für uns essenziell ist.  Deshalb sind wir auf den Spezialreiniger Plexistar Pro von Wetrok umgestiegen – dieser wurde speziell für die Plexiglasscheiben entwickelt und reinigt besonders sanft, aber dennoch gründlich. Unsere Hygienekommission hat für diesen aktuell unverzichtbaren Spezialreiniger sofort grünes Licht gegeben – und unsere Schutzscheiben sehen dank Plexistar Pro nach wie vor aus wie neu.

Werden die Schutzscheiben von den jeweiligen Bereichsmitarbeitenden gereinigt? Falls ja, wie haben diese darauf reagiert, dass sie nun Reinigungsaufgaben übernehmen müssen?
Ja, die Mitarbeitenden haben den Plexistar Pro Spray jederzeit in der Schublade griffbereit und reinigen die Schutzscheiben an ihrem Arbeitsplatz selbst. In der aktuellen Situation ist das kein Problem: Die Mitarbeitenden sehen die Notwendigkeit der Reinigung. Dabei geht es auch um den Selbstschutz und das Wohlbefinden: Keiner mag es, vor einer verunreinigten Scheibe zu sitzen. Im Gegenteil: Die Mitarbeitenden schätzen es, selbst die Kontrolle und Verantwortung für einen hygienischen Arbeitsplatz zu übernehmen.

Glauben Sie, dass die Schutzscheiben nach Corona komplett aus öffentlichen Räumen verschwinden werden?
Ich hoffe doch, dass wir uns in einem Jahr am Restauranttisch nicht mehr durch eine Scheibe «Guten Appetit» wünschen müssen (lacht). Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Schutzscheiben – saisonal und sparsam eingesetzt – auch nach der Pandemie wertvolle Präventionsdienste an kontaktintensiven Stationen leisten können. So zum Beispiel am Klinikempfang während der Grippezeit im Winter.

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