Wie entsteht eine Innovation?


17.09.2019

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Ende August bis Anfang September 2019 fanden in sieben Schweizer Städten die Wetrok Days statt. Über 1’000 Kundinnen und Kunden haben dort aus erster Hand erfahren, wie Innovationen bei Wetrok entstehen. Welche Rolle Medikamente und die Minenindustrie bei einer der bahnbrechendsten Innovationen gespielt haben, zeigt dieser Rückblick.

Wer ein lehrbuchmässiges Referat über Innovationsmodelle erwartet hat, war fehl am Platz. Anstatt das Publikum mit Theorie aufzuhalten, plauderte der Wetrok CEO Thomas Kyburz für einmal aus dem Nähkästchen. Dabei gab er Einblick in Prozesse, die Aussenstehenden sonst verborgen bleiben. Anhand von zwei Praxisbeispielen aus dem Unternehmensalltag nahm er das Publikum mit auf die Innovationsreise.

Reinigungsgranulat nach dem Vorbild der Minen- und Medikamentenindustrie
Mit einem grossen Coup hat Wetrok die Reinigungswelt vor zwei Jahren verblüfft: Reinigungsgranulat, das sich in Wasser auflöst – abgepackt in handliche Einzelbeutel. Die Innovation wurde gar mit dem Purus Innovation Award 2017 ausgezeichnet. Doch wie kam Wetrok auf die Idee, zu Einzelportionen abgepacktes Granulat für die Reinigung einzusetzen? «Am Anfang einer Innovation steht immer ein Kundenproblem», beginnt Thomas Kyburz seine Ausführungen. Bei der Entwicklung von Granuline sei es das altbekannte Problem der (Über-) Dosierung gewesen. Für die Lösung habe man sich an der Form einer Tablette, wie man sie von Medikamenten kennt, orientiert. «Habe ich Kopfschmerzen, weiss ich, dass ich nur eine kompakte Tablette benötige, und nehme so nicht zu viel Chemie zu mir. Eine solche Lösung schwebte uns auch für die Reinigung vor», erklärt der CEO. Eine Marktrecherche habe ergeben, dass es bisher keinen Hersteller gab, der es geschafft hatte, ein solches Produkt in der erforderlichen Qualität zu entwickeln. «Unsere Entwickler haben jahrelang getüftelt und ausprobiert. Wir haben es mit Tabletten und Pulver versucht – jedoch hat sich das Reinigungsmittel in diesen Formen nie vollständig aufgelöst», gibt er Einblick in den Entwicklungsprozess. Schliesslich folgte die zündende Idee: Granulat. Dabei hat sich Wetrok am Vorbild der Minenindustrie orientiert: Dort wird ein Effekt genutzt, um Stoffe voneinander fernzuhalten. Dieser wurde von Wetrok auf die Reinigung übertragen: Mit der Nutzung dieses Effekts wird die Verschmutzung in der Schwebe gehalten, um so zu einem besseren Reinigungsresultat zu gelangen. Die Wetrok Forscher haben so lange getestet und Rezepturen verändert, bis 2017 die Wetrok Granuline marktreif war. Gelöst wurde mit dieser Innovation jedoch weit mehr als nur das Problem der Überdosierung. Die kleinen Granulat-Beutelchen benötigen kaum Platz im Lager und beim Transport und optimieren die Prozesskosten so entlang der gesamten Verwendungskette. Es seien immer ganzheitliche Betrachtungen, die zu Innovationen führen, beteuert Thomas Kyburz. «Eine ausgereifte Lösung benötigt jedoch eine gewisse Inkubationszeit. Man darf nicht vergessen, dass weit über 100 Ideen und damit verbundene Realisierungstests notwendig sind, um schliesslich zu einer erfolgreichen Innovation zu gelangen.»

Der Weg zu einem Sauger, der sich per Berührung am Griff steuern lässt
Dass Kundenprobleme als Quelle für Innovationen dienen, zeigt auch das nächste Beispiel. Kunden wollen beim Trockensaugen im Gebäude immer flexibler agieren können. Dabei unterstützen batteriebetriebene Trockensauger. Seit einigen Jahren gibt es solche Akku-Sauger auf dem Markt. Die Knacknuss: Bisher verfügten diese über eine sehr geringe Akkulaufzeit. Dieses Problem wollte Wetrok lösen. Die Aufgabe war es, einen akkubetriebenen Trockensauger zu entwickeln, der eine extralange Laufzeit garantiert. Kein einfaches Unterfangen, da ein Sauger gleichzeitig besonders leicht und kompakt sein muss, und so das Verbauen einer grossen Batterie nicht zielführend wäre. Das Vorgehen der Entwickler mag überraschen: «Anstatt lediglich technologiegetrieben an die Aufgabe heranzugehen, haben sich unsere Entwickler mit der Stoppuhr neben das Reinigungspersonal gestellt und jeden einzelnen Prozessschritt gemessen und analysiert», berichtet Thomas Kyburz. Das Fazit: Sauger werden im Alltag oft stehengelassen – bei laufendem Motor. An diesem Punkt haben die Entwickler angesetzt und den revolutionären Touch’n’Clean-Griff entwickelt. Reinigungsfachleute steuern den Sauger per Berührung: Handgriff anfassen, und der Sauger startet, Handgriff loslassen, und der Sauger stoppt.

Für zusätzliche Power haben die Wetrok Ingenieure den Sauger mit einer Lithium-Batterie ausgestattet. Damit hat Wetrok ein langersehntes Reinigungsproblem gelöst: Kein anderer Batteriesauger dieser Klasse erreicht eine derart lange Laufzeit. Mit dem Touch’n’Clean-Handgriff erreichen Kunden gar bis zu 42 % mehr Flächenleistung pro Stunde. Gleichzeitig reduzieren sie ihren Stromverbrauch um bis zu 30 %. «Dieses Beispiel veranschaulicht die vier Treiber einer jeden Wetrok Innovation: Problemlösung, Ökologie, Ökonomie und Technologie», bringt es Thomas Kyburz auf den Punkt.

Neue Produkte testen, anfassen und erleben
Nach dem Innovationsreferat konnten die Besucherinnen und Besucher die neusten Maschinen und Reinigungsmittel live in Aktion erleben.

In St. Gallen erfolgte die Produktevorstellung direkt vor dem spektakulären Hintergrund des Fussballstadions Kybunpark. In Winterthur wurde die Präsentation vor der Kulisse der Sportarena AXA Lounge aufgebaut. Die Wetrok Experten demonstrierten, wie einfach sich die 2-in-1 Scheuersaugmaschine Discomatic Bolero verwandeln lässt.

Auch die sofortige Auflösung des Reinigungsgranulats Granuline in kaltem Wasser sorgte für staunende Augen. Und wer auf der Suche nach biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln war, kam mit der Demonstration der rezertifizierten Wetrok EcoLinie auf seine Kosten. Insbesondere das Innenleben der Maschinen und die einfach zu reinigenden Tanks stiessen auf grosses Interesse.

Was kommt als nächstes?
Wie Thomas Kyburz verraten hat, steht die nächste Innovation kurz vor der Marktreife. Und diese hat es in sich! Verblüffend dabei ist nicht, dass sich der neuste Wurf mit der Robotik befasst, sondern wie Wetrok diese interpretiert. Eines hat der CEO verraten: Der Wetrok Ansatz unterscheidet sich komplett von demjenigen aller Mitbewerber. Im Sommer 2020 wird das Geheimnis gelüftet…

Ihre Probleme sind unsere Innovationen von morgen
Kennen Sie ein Reinigungsproblem, für welches Sie sich von Herstellern schon lange eine Lösung wünschen? Lassen Sie es uns wissen:

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