Wie eine neue Art der Bodenbeschichtung die Kostenrechnung entlastet


23.10.2018

Was muss ein Bodenbeschichtungsprodukt leisten? Matthias Dürig von der Enzler Reinigungen AG weiss es. Er testet regelmässig Wetrok Produkte, die sich im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden. Im Juli 2017 hat er das Bodenbeschichtungsprodukt Mepol HM getestet. Ein Bericht über einen gelungenen Versuch, einen Boden vor der Sanierung zu bewahren.

Bahn für Bahn gleitet die Anstreichklammer mit dem Vliesbezug über den Boden. Bereits benetzte Stellen spiegeln das Tageslicht glänzend wider. Noch trockene Stellen bearbeitet er nach und nach in kreisförmig überlappenden Bewegungen. Es dauert keine Stunde bis Matthias Dürig, Regionalleiter Ost bei Enzler Reinigungen AG, die erste Schicht aufgetragen hat.

Ob Mikrofasertuch, Maschine oder Methode – Matthias Dürig testet regelmässig bald Marktreife erlangende Wetrok Lösungen. Er ist Gebäudereinigungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis und Betriebswirtschafter HF. Sein Auftrag: Wetrok Neuheiten im Feld auf ihre Praxistauglichkeit testen.

Testboden: Ein (un)möglicher Härtefall
Im Juli 2017 vereinbarte Wetrok mit Matthias Dürig einen Feldtest für die neue Rezeptur des Bodenbeschichtungsmittels Mepol HM. Dafür hat sich der Enzler-Reinigungsexperte ein herausforderndes Objekt par excellence gesucht: ein extrem abgenutzter Sitzungszimmerboden bei einem Kunden der produzierenden Industrie. Jahraus, jahrein haben sich durch Schuhe hereingetragene Öl- und Fettreste im Boden des Sitzungsraumes festgesetzt, zusätzlich war er übersät mit Kratzern und Schlagstellen – verursacht durch unsanft zurückgerückte Stühle und heruntergefallene Gegenstände. Auf Kundenseite war man sich bereits einig, dass nichts um eine Bodensanierung herumführt. Eigentlich. Denn Matthias Dürig konnte den Kunden überzeugen, dem Boden mit diesem Beschichtungstest noch eine letzte Chance auf Genesung zu geben.

20’000 Franken Ersparnis
Bevor der PVC-Boden beschichtet werden konnte, entfernte der Reinigungsexperte den alten Pflegefilm mittels Einscheibenmaschine. Mit dieser Art der Grundreinigung wurde der Boden auch von tiefsitzendem Schmutz befreit. Dann fiel der Startschuss: Matthias Dürig goss das Beschichtungsmittel Mepol HM unverdünnt auf den Boden und begann es in kreisförmigen Bewegungen mit dem Auftragsgerät zu verteilen. Den Beschichtungsvorgang wiederholte er nach Abwarten der Trocknungszeit ein zweites Mal. Bei der Begehung erkannte der Kunde seinen eigenen Boden kaum wieder: keine Kratzer, keine Verfärbungen, keine Schlagstellen – der Boden war wieder vollkommen homogen. Damit hatte sich der Bodenersatz für die nächsten Jahre erledigt. Der Kunde war mit dem Ergebnis so zufrieden, dass er die Enzler Reinigungen AG gar damit beauftragte, den Boden im gegenüberliegenden Sitzungszimmer ebenfalls mit Mepol HM zu beschichten. „Da alle Gebrauchseigenschaften des Bodens wiederhergestellt sind, kann dieser ohne Probleme weitere fünf Jahre genutzt werden“, erklärt Matthias Dürig und untermauert seine Aussage sogleich kostenseitig, „der Kunde spart damit rund 20‘000 Franken“.

Mitarbeitende schätzen die einfache Anwendung
Die Arbeit mit Mepol HM gestalte sich sehr einfach, die Benetzung erfolge gleichmässiger als bei anderen Bodenbeschichtungsprodukten und auf das Resultat könne man sich verlassen, so die Erfahrung von Matthias Dürig. Darum benutzt die Unternehmung Enzler künftig ausschliesslich Mepol HM für alle Bodenbeschichtungen. «Obwohl wir noch einige wenige Kanister der alten Rezeptur an Lager haben, möchten all unsere Mitarbeitenden nur noch mit dem neuen Mepol HM arbeiten. Es sei ein besseres Gefühl, wenn man dem Kunden versichern könne, dass er noch Monate später einen perfekt beschichteten Boden betreten könne», berichtet Matthias Dürig von den Rückmeldungen im Betrieb.

Positive Effekte auf die Unterhaltsreinigung
Auch nach diesem Test ist die Enzler Reinigungen AG weiterhin mit der Unterhaltsreinigung des Industrieobjekts betraut. Die neu gewonnene Widerstandsfähigkeit macht sich auch bei der Unterhaltsreinigung bezahlt: «Der Reinigungsvorgang geht schneller, der Mopp gleitet mühelos über die Fläche und der Schmutz löst sich rascher», weist Matthias Dürig auf die ergonomischen und praktischen Vorteile hin.

Bahn für Bahn werden die Mitarbeitenden der Enzler Reinigungen AG das neue Mepol HM bald auf den Linoleum-Belägen diverser Universitäten und Fachhochschulen auftragen. Auch dort soll sich die Nutzungsdauer der Böden um Jahre verlängern.

Kurzinterview mit Matthias Dürig, Regionalleiter Ost bei Enzler Reinigungen AG
«Der Kunde war vom Resultat der Beschichtung so begeistert, dass ein möglicher Ersatz des Bodens vom Tisch war»

Weshalb sind Sie die richtige Person, um neue Produkte zu testen?
Die Reinigung hat mich schon immer fasziniert, weil man mit vernetztem Denken und methodischem Vorgehen sehr rasch aus der Masse herausstechen und seine Kunden mit überdurchschnittlichen Resultaten begeistern kann. Eine hübsche Beschichtung nützt beispielsweise nicht viel, wenn sie sich nur mühsam wieder entfernen lässt und der Boden dann möglicherweise beschädigt wird – man muss gedanklich immer einen Schritt voraus sein. Weil mich dieser Ansporn jeden Tag begleitet, bin ich sehr kritisch und melde Schwachstellen eines Produktes ungefiltert und unmissverständlich zurück. Meine Einstellung schätzt und teilt auch Wetrok: Ein Produkt, das dem Kunden nicht den maximalen Nutzen bringt, gehört zurück ins Forschungslabor, aber noch nicht auf den Markt.

Was war Ihr erster Gedanke, als Wetrok Sie anfragte, das neue Mepol HM zu testen?
Ich habe ja bereits mit dem Mepol HM der alten Rezeptur gearbeitet und war grundsätzlich zufrieden damit. Mir wurde gesagt, dass die neue Rezeptur insbesondere darauf abzielt, eine noch gleichmässigere, widerstandsfähigere Mattierung zu gewährleisten. Es hat mich neugierig gemacht, ob das neue Produkt tatsächlich in der Lage sein würde, die bekannten Schlüsselprobleme von matten Beschichtungen zu lösen.

Welches sind die Top-Ansprüche an ein Bodenbeschichtungsprodukt?
Die Optik ist das A und O – das sieht der Kunde und daran misst er die Qualität. Ein beschichteter Boden gilt als ästhetisch, wenn der Schutzfilm absolut gleichmässig aufgetragen ist und keine Unebenheiten sichtbar sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Widerstandsfähigkeit. Zum Beispiel darf beim Zurückschieben von Stühlen der Gleiter am Stuhlbein keine Beschädigung des Bodenbelags hervorrufen. Dann gibt es noch zwei Eigenschaften, die die Anwendung betreffen: Zum einen soll es keine spezielle Auftragetechnik erfordern und auch für ungelerntes Personal möglich sein, das Produkt aufzutragen, zum anderen soll sich die Beschichtung am Ende der Lebensdauer unkompliziert entfernen lassen. Viele Bodenbeschichtungsprodukte schaffen es nicht, diesen letzten Punkt zu erfüllen.

Welche Erfahrungen haben Sie beim Beschichtungstest gemacht?
Im Juli 2017 habe ich das Produkt zum ersten Mal testweise in einem Sitzungsraum mit stark strapaziertem Bodenzustand aufgetragen. Die Anwendung von Mepol HM war für mich und meine Mitarbeitenden beinahe selbsterklärend und das Ergebnis der Beschichtung hat auf der ganzen Linie überzeugt: über Jahre entstandene Oberflächenschädigungen wurden ebenmässig ausgeglichen, Farbvertiefungen wiederhergestellt, der Boden war trittsicher, nicht glänzend und es bildeten sich keine Gehspuren. Ein möglicher Ersatz des Bodens war damit für den Kunden natürlich vom Tisch. Was gibt es Schöneres, als die Erwartungen eines Kunden zu übertreffen?

 

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